Zwei oder drei Tage sind die Zeit, die Snæfellsnes verdient. Die Fahrstrecke verteilt sich, und es bleibt Raum für das, was an einem Tag wegfällt: den Küstenweg von Arnarstapi nach Hellnar in voller Länge, die Lavahöhle, eine Walbeobachtung, Stykkishólmur und vielleicht ein Nordlicht über dem Kirkjufell. Die Route unten ist für drei Tage geplant; wer nur zwei hat, findet am Ende eine verkürzte Fassung.
Die Kilometer stammen aus OpenStreetMap-Routing (OSRM), gerundet, ohne Pausen.
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Tag 1: Reykjavík – Südküste (ca. 180 km)
Am ersten Tag geht es von Reykjavík über den Hvalfjörður-Tunnel nach Borgarnes (75 Kilometer) und dann auf die Straße 54. Nach etwa 45 Kilometern ab Borgarnes lohnt der Halt an der Basaltwand Gerðuberg; wer zwei Stunden übrig hat, wandert ab Snorrastaðir auf den Kraterrand der Eldborg (2,5 Kilometer pro Richtung). Beides steht im Kapitel Gerðuberg und Eldborg.
Weiter westlich folgen der Robbenstrand Ytri Tunga und die schwarze Kirche von Búðir. Im Sommer hat zwischen 1. Juni und 15. August das warme Mineralbad Lýsuhólslaug geöffnet – eine gute Pause am Nachmittag.
Übernachtung: an der Südküste, in Búðir, Arnarstapi oder Hellnar. Dort ist es abends ruhig, und am nächsten Morgen ist man vor den Tagestourbussen an den Klippen.



Tag 2: Rund um den Gletscher (ca. 90 km)
Der zweite Tag gehört der Westspitze und dem Nationalpark. Er beginnt mit dem Küstenweg von Arnarstapi nach Hellnar, 2,5 Kilometer und rund eine Stunde pro Richtung: Arnarstapi und Hellnar. Wer auf den Gletscher will, bucht für diesen Vormittag eine geführte Tour ab Arnarstapi.

Gletscher- und Vulkanwanderung am Snæfellsjökull
Gletscher- und Vulkanwanderung ab Arnarstapi mit Guide und Ausrüstung. Die Parkverwaltung stuft den Aufstieg als schwer ein, 3 bis 5 Stunden.
Mittags geht es weiter nach Lóndrangar und zum Besucherzentrum Malarrif, dann in die Lavahöhle Vatnshellir (Führung 45 Minuten, vorab buchen) und an den Strand Djúpalónssandur mit dem Weg nach Dritvík. Am Nachmittag folgen der Krater Saxhóll, die Bucht Skarðsvík und der Leuchtturm von Öndverðarnes. Alle Stationen: Lóndrangar und Malarrif, Vatnshellir, Djúpalónssandur, Nationalpark Snæfellsjökull.
Übernachtung: an der Nordküste in Hellissandur, Rif oder Ólafsvík – oder in Grundarfjörður, wenn man den Kirkjufell bei Abendlicht oder Nordlicht sehen will.
Tag 3: Nordküste und zurück (ca. 240 km)
Der dritte Tag beginnt, je nach Saison, auf dem Wasser: Zwischen dem 10. Februar und dem 30. September starten im Hafen von Ólafsvík Walbeobachtungstouren, Orcas sind von März bis Juni am häufigsten: Whale Watching auf Snæfellsnes. Danach geht es 23 Kilometer nach Osten zum Kirkjufell und weiter nach Grundarfjörður.
Zwischen Grundarfjörður und Stykkishólmur quert die Straße das Lavafeld Berserkjahraun. Im Sommerhalbjahr lohnt ein Abstecher zum Hai-Museum Bjarnarhöfn (vom 19. Oktober bis zum Frühjahr geschlossen). Am Nachmittag erreicht man Stykkishólmur mit dem Hafen, der Insel Súgandisey und dem Hügel Helgafell. Von dort sind es 172 Kilometer zurück nach Reykjavík.



Wer nicht nach Reykjavík zurück, sondern in die Westfjorde will, nimmt in Stykkishólmur die Fähre Baldur über Flatey nach Brjánslækur. Aktueller Stand und Fahrplan: Fähre Baldur und Flatey.
Die Zwei-Tages-Variante
Mit zwei Tagen fällt vor allem Zeit weg, nicht Strecke:
- Tag 1: Reykjavík – Gerðuberg – Ytri Tunga – Búðir – Arnarstapi (Küstenweg) – Lóndrangar – Übernachtung an der Südküste oder im Nordwesten.
- Tag 2: Vatnshellir – Djúpalónssandur – Saxhóll – Ólafsvík – Kirkjufell – Stykkishólmur oder direkt über Vatnaleið zurück nach Reykjavík.
Whale Watching und Eldborg passen dann meist nicht mehr hinein. Wer ohne Auto reisen will, findet die geführte Alternative unter Snæfellsnes in 2 Tagen.
Im Winter
Im Winter ist die Rundreise mit Übernachtung die bessere Wahl als der Tagesausflug. Die Tage sind kurz, am 21. Dezember bleiben rund dreieinhalb Stunden Tageslicht, und mit zwei Nächten auf der Halbinsel steigen die Chancen auf Nordlicht. Die Walbeobachtung beginnt erst am 10. Februar, das Mineralbad Lýsuhólslaug und das Hai-Museum Bjarnarhöfn sind geschlossen. Dafür ist die Lavahöhle Vatnshellir ganzjährig geöffnet. Alles zu Licht, Straßen und Nordlicht: Snæfellsnes im Winter.
Unterkünfte
Für eine Rundreise mit zwei Nächten bietet sich eine Kombination aus Süd- und Nordküste an. Welche Orte welche Art von Unterkunft haben und was es mit dem Camping-Verbot im Nationalpark auf sich hat, steht unter Übernachten auf Snæfellsnes.
Häufige Fragen
Wie viele Tage braucht man für Snæfellsnes?
Für einen Überblick reicht ein Tag. Mit zwei bis drei Tagen bleibt Zeit für Wanderungen, die Lavahöhle, Whale Watching und Stykkishólmur.
Wo übernachtet man bei einer Rundreise am besten?
Eine Nacht an der Südküste (Búðir, Arnarstapi, Hellnar) und eine an der Nordküste (Ólafsvík, Grundarfjörður oder Stykkishólmur).
Wie lang ist die Rundreise insgesamt?
Mit allen Abstechern ab und bis Reykjavík rund 500 Kilometer.
Weiter entlang der Straße 54
Fotos auf dieser Seite
- Die Basaltwand von Gerðuberg, Juli 2015 · Foto: Geri340 · CC BY-SA 3.0 · Wikimedia Commons
- Seehunde auf den Felsen von Ytri Tunga · Foto: Jakub Hałun · CC BY 4.0 · Wikimedia Commons
- Friedhof und Kirche von Búðir · Foto: Jeff Hitchcock from Seattle, WA, USA · CC BY 2.0 · Wikimedia Commons
- Am Gipfel des Snæfellsjökull, Mai 2003 · Foto: JuTa · CC BY-SA 3.0 · Wikimedia Commons
- Die Kirche von Ólafsvík · Foto: Marek Ślusarczyk (Tupungato) Photo portfolio · CC BY 3.0 · Wikimedia Commons
- Der Kirkjufell von der Bucht bei Grundarfjörður aus, Mai · Foto: Hansueli Krapf · CC BY 2.5 · Wikimedia Commons
- Súgandisey schützt den Hafen von Stykkishólmur · Foto: D-Stanley · CC BY 2.0 · Flickr (via Openverse)
- Straße nahe dem Krater Saxhóll an der Westspitze · Foto: salomon10 · CC BY 2.0 · Flickr (via Wikimedia Commons)
- Stykkishólmur und die Inseln des Breiðafjörður aus der Luft, Juni 2017 · Foto: Chensiyuan · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons
- Orca vor Ólafsvík · Foto: Giuseppe Milo · CC BY 3.0 · 500px (via Wikimedia Commons)
- Die Kirche steht allein im Lavafeld Búðahraun · Foto: Jakub Hałun · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons
- Arnarstapi unter dem Stapafell · Foto: Chmee2/Valtameri · CC BY 3.0 · Wikimedia Commons
- Treppe in der Lavaröhre Vatnshellir · Foto: David Jones from Isle of Wight, United Kingdom · CC BY 2.0 · Wikimedia Commons
Zuletzt geprüft: 20.10.2026 · Redaktion snaefellsnes.info · Wie wir arbeiten

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