SNÆFELLSNESDas Reiseheft
Winterausgabe 2026/27DE FR NL SV
Snæfellsjökull mit Schneekappe über dunklem Lavafeld im Sommer
Übersicht · Karte · Kilometerleiste

Snæfellsnes Sehenswürdigkeiten: alle Orte entlang der Straße 54 – mit Karte

Von der Basaltwand bei Gerðuberg bis zum Hafen von Stykkishólmur: alle Sehenswürdigkeiten der Halbinsel auf einer Karte, mit Kilometerangabe und einem Satz dazu, warum sich der Halt lohnt.

Snæfellsnes lässt sich auf zwei Arten lesen: als Abfolge von Fotostopps entlang einer Straße oder als Landschaft, in der Vulkanismus, Fischfang und Sagas auf engem Raum zusammenkommen. Die Karte und die Kilometerleiste unten zeigen die Reihenfolge, wie man sie mit dem Auto im Uhrzeigersinn erreicht. Jede Station hat ein eigenes Kapitel; hier steht, was sie ausmacht und wie viel Zeit sie braucht.

Interaktive Karte wird geladen …

Interaktive Karte, Kartendaten © OpenStreetMap-Mitwirkende. Zum Zoomen in die Karte klicken oder tippen. Alle Orte als Liste:

Visit Iceland gibt für die Runde ab Borgarnes und zurück 260 Kilometer an. Der Abstecher nach Stykkishólmur ist darin nicht enthalten; mit ihm kommen nach unserer Berechnung rund 80 Kilometer hinzu. Wer alles in diesem Kapitel sehen will, braucht zwei Tage. Wer nur einen hat, findet eine priorisierte Route unter Snæfellsnes an einem Tag.

Südküste: von Borgarnes bis Búðir

Der erste Teil der Strecke ist geprägt von Weite. Nach etwa 45 Kilometern erscheint die Basaltwand von Gerðuberg, über einen halben Kilometer lang und bis zu 14 Meter hoch. In der Nähe liegt der Kraterring Eldborg, 60 Meter über dem umliegenden Lavafeld. Beide stehen im Kapitel Gerðuberg und Eldborg.

Am Strand von Ytri Tunga liegen das ganze Jahr Seehunde und Kegelrobben auf den Steinen – Robben, ohne ein Boot zu besteigen: Robbenstrand Ytri Tunga. Kurz danach steht im Lavafeld Búðahraun die schwarze Holzkirche von Búðir, ein viel fotografiertes Motiv: Búðir und Búðakirkja.

Westspitze: der Nationalpark Snæfellsjökull

Ab Arnarstapi wird die Küste steil, und die Straße umrundet den Vulkan auf der Straße 574. Arnarstapi und Hellnar verbindet ein 2,5 Kilometer langer Küstenweg über Basaltklippen, vorbei am Felsbogen Gatklettur: Küstenweg von Arnarstapi nach Hellnar.

Über allem steht der Snæfellsjökull, 1.446 Meter hoch, ein aktiver Vulkan mit schwindender Eiskappe: Snæfellsjökull. Weiter westlich ragen die Felsnadeln von Lóndrangar 75 und 61 Meter aus dem Meer, daneben liegt das Besucherzentrum Malarrif: Lóndrangar, Þúfubjarg und Malarrif.

Unter dem Lavafeld Purkhólahraun verläuft die Lavaröhre Vatnshellir, die man mit Führung bis rund 30 Meter unter die Oberfläche hinuntersteigt: die Lavahöhle Vatnshellir mit Führung. Wenige Minuten weiter liegt Djúpalónssandur, ein Kieselstrand mit den Hebesteinen der Fischer und den Wrackteilen eines britischen Trawlers: Djúpalónssandur und Dritvík.

Zur Westspitze selbst gehören der begehbare Krater Saxhóll, die gelbe Muschelsandbucht Skarðsvík und der Leuchtturm von Öndverðarnes. Sie stehen gesammelt im Kapitel Nationalpark Snæfellsjökull.

Metalltreppe in der Lavaröhre Vatnshellir mit rötlichen Höhlenwänden
Höhlenführung · buchbar

Vatnshellir: Führung durch die Lavahöhle

Die Höhle Vatnshellir ist ganzjährig geöffnet und eine gute Wahl, wenn Wind und Regen draußen den Spaß verderben.

45 Minuten (laut Betreiber) · Start: Höhleneingang an der Straße 5744,7 von 5 · 340 Bewertungen auf GetYourGuide
ab 40 € (Preise geprüft 20.10.2026)
Termine & Preise ansehen

Nordküste: von Hellissandur bis Stykkishólmur

Hellissandur, Rif und Ólafsvík liegen dicht beieinander. Hier gibt es Tankstellen, Supermärkte und Schwimmbäder, außerdem das Nationalparkzentrum in Hellissandur und den Hafen für Walbeobachtungstouren in Ólafsvík: Ólafsvík, Rif und Hellissandur.

Östlich von Ólafsvík taucht nach gut 20 Kilometern der Kirkjufell auf, der Berg mit dem dreistufigen Kirkjufellsfoss: Kirkjufell und Kirkjufellsfoss. Der Ort zu seinen Füßen ist Grundarfjörður, wo Kreuzfahrtschiffe anlegen: Grundarfjörður.

Zwischen Grundarfjörður und Stykkishólmur quert die Straße das Lavafeld Berserkjahraun, das mit der Eyrbyggja saga verbunden ist. Stykkishólmur selbst ist der größte Ort der Halbinsel, mit alten Holzhäusern, dem Hausberg Helgafell und dem Fähranleger: Stykkishólmur.

Wasserfälle auf Snæfellsnes

Snæfellsnes ist keine Wasserfallregion wie der Süden Islands, aber drei Fälle lohnen den Halt:

  • Kirkjufellsfoss an der Nordküste: drei Stufen der Kirkjufellsá, direkt vor dem Kirkjufell, Parkplatz an der Straße 54.
  • Svöðufoss an der Nordküste: rund zehn Meter hoch, die Hólmkelsá fällt über eine Kante aus Basaltsäulen.
  • Bjarnarfoss an der Südküste: fällt über die Basaltwand des erloschenen Vulkans Mælifell.

Kürzere Wege führen im Nationalpark zu den Fällen Klukkufoss und Snekkjufoss (600 und 500 Meter).

Wasserfall Svöðufoss in einem grünen Tal
Der Wasserfall Svöðufoss
Wasserfall Bjarnarfoss über eine Basaltwand
Bjarnarfoss, September 2019
Kirkjufell hinter den Kaskaden des Kirkjufellsfoss, Hochformat, Frühjahr
Der klassische Blick: Kirkjufellsfoss vor dem Kirkjufell, Mai 2023

Was dieses Heft nicht empfiehlt

Die Besteigung des Kirkjufell beschreiben wir nicht, weil es dort tödliche Unfälle gab. An den Stränden von Djúpalónssandur und Skarðsvík ist die Brandung stark; baden oder an der Wasserlinie entlanggehen ist dort keine gute Idee. Und das Fahren abseits der Straßen ist in ganz Island verboten. Was sonst noch gilt, steht unter Regeln und Sicherheit auf Snæfellsnes.

Ohne Auto zu den Sehenswürdigkeiten

Die Linienbusse fahren nur an die Nordküste. Für die Südküste und die Westspitze bleibt ohne Mietwagen nur eine organisierte Tour. Welche Tour wo hält und was sie kostet, zeigt der Vergleich der Tagestouren ab Reykjavík. Wer zusätzlich Lavahöhle, Bootstour oder Gletscher plant, findet alles unter Touren und Aktivitäten.

Fotos auf dieser Seite

  1. Die Basaltwand von Gerðuberg, Juli 2015 · Foto: Geri340 · CC BY-SA 3.0 · Wikimedia Commons
  2. Seehunde in Ytri Tunga, Juli 2024 · Foto: Jakub Hałun · CC BY 4.0 · Wikimedia Commons
  3. Búðakirkja, die schwarze Kirche von Búðir, August · Foto: Jeff Hitchcock from Seattle, WA, USA · CC BY 2.0 · Wikimedia Commons
  4. Arnarstapi unter dem Stapafell · Foto: Chmee2/Valtameri · CC BY 3.0 · Wikimedia Commons
  5. Der Snæfellsjökull im Sommer · Foto: Anjali Kiggal · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons
  6. Treppe in der Lavaröhre Vatnshellir · Foto: David Jones from Isle of Wight, United Kingdom · CC BY 2.0 · Wikimedia Commons
  7. Djúpalónssandur von oben · Foto: Bultro · CC BY-SA 3.0 · Wikimedia Commons
  8. Lóndrangar an der Südküste der Westspitze, Mai 2023 · Foto: Jakub Hałun · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons
  9. Der Krater Saxhóll an der Westspitze · Foto: Zil · CC BY-SA 3.0 · Wikimedia Commons
  10. Ólafsvík mit seinem Hafen aus der Luft, Juni 2017 · Foto: Chensiyuan · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons
  11. Kirkjufell und Kirkjufellsfoss bei Regen und Sonne, Juli 2024 · Foto: Jakub Hałun · CC BY 4.0 · Wikimedia Commons
  12. Grundarfjörður mit Hafen und Kirkjufell aus der Luft, Juni 2017 · Foto: Chensiyuan · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons
  13. Stykkishólmur und die Inseln des Breiðafjörður aus der Luft, Juni 2017 · Foto: Chensiyuan · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons
  14. Der Wasserfall Svöðufoss · Foto: Bromr · CC BY-SA 3.0 · Wikimedia Commons
  15. Bjarnarfoss, September 2019 · Foto: Kasa Fue · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons
  16. Der klassische Blick: Kirkjufellsfoss vor dem Kirkjufell, Mai 2023 · Foto: Jakub Hałun · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons

Alle Bildnachweise

Zuletzt geprüft: 20.10.2026 · Redaktion snaefellsnes.info · Wie wir arbeiten

Ab Reykjavík: Ganztagestour über Snæfellsnesab 126 €
Termine ansehen